Eine Chance für Insekten

Öko-Landbau in Wehrheim stärken

Das Bild zeigt einen Acker mit Blühstreifen, in der Mitte eine Klatschmohnblüte, die gerade von einer Biene angeflogen wird Eine zukunftssichere Landwirtschaft muss auch Insekten und ihrer Nahrung eine Chance geben.  (Bild: Michael Pyper)

Der konventionelle Ackerbau mit seinem massiven Einsatz von NPK-Düngern und Herbiziden hat leider auch im Usinger Land dafür gesorgt, dass die Artenvielfalt bei Ackerwildkräutern stark zurückgegangen ist. Vor allem Düngung und Drainage sind die Ursachen dafür, dass Ackerflächen überall die gleichen Standortbedingungen für Pflanzen bieten, die Böden werden "nivelliert". Pflanzensippen, die sich an extremere Standorte, vor allem nährstoffarme, trockene oder nasse Böden, angepasst haben, haben auf den landwirtschaftlich optimierten Äckern keine Chance mehr, in der Konkurrenz mit den nährstoffliebenden "Allerweltsarten" zu bestehen.

Wehrheim ist allerdings noch in einer vergleichsweise komfortablen Situation. Der Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche ist so hoch wie in kaum einer anderen Gemeinde in Hessen. Hier finden auch Insekten noch einen Lebensraum. Vor allem in der Umgebung von Pfaffenwiesbach gibt es noch, dank extensiver Bewirtschaftung, viele sehr artenreiche und buntblumige Wiesen und Weiden außerhalb von Schutzgebieten. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dies auch so bleibt. Gerade im Frankfurter Umfeld muss ökologischer Landbau eine Selbstverständlichkeit sein.

Ansprechpartner

Katrin Willkomm

katrin.willkomm(at)bund-hochtaunus.de
E-Mail schreiben