Wildkatzenerlebnispfad am Winterstein

Wie echte Forscher die versteckten Tiere in den Baumkronen entdecken, leise wie eine Wildkatze über den Barfußpfad schleichen oder an der sprechenden Bushaltestelle dem wilden Gespräch zwischen Wildkatze, Baummarder und Co. lauschen – Es gibt viel zu erleben auf dem WILDKATZEN-Walderlebnis.

Der Erlebnispfad führt die Besucher auf sieben Kilometern durch den abwechslungsreichen Wald am Winterstein. An zehn Stationen tauchen sie ein in die Welt der heimlichen Waldbewohnerin. Dabei werden viele Fragen beantwortet: Ist die Wildkatze eine weggelaufene Hauskatze? In welchen Wäldern hier in Hessen geht sie auf Mäusejagd? Warum sind Straßen für die Wildkatze und andere Waldbewohner gefährlich und wie können grüne Korridore helfen?

Die Informationen werden kompakt und verständlich präsentiert und an jeder Station von spannenden Aktionen begleitet. Der Handy-Audioguide mit kurzen knackigen Hörtexten rundet das interaktive Erlebnis ab und macht das WILDKATZEN-Walderlebnis zu einem abwechslungsreichen Ausflugsziel besonders für Familien und Schulklassen.

Flyer zum WILDKATZEN-Walderlebnis

Der Flyer enthält die Anfahrtsbeschreibung mit Daten fürs Navigationsgerät; ein paar Infos zum beachten beim Besuch des Pfades; Kurzinfos zur Wildkatze.

Für Lehrer und andere Interessierte gibt es ein Handbuch, mit dem sie einen Besuch des Pfades mit ihrer Gruppe vorbereiten und durchführen können. Zusätzlich werden in Zukunft geführte Wanderungen auf dem Pfad angeboten.

Weitere Information zum Erlebnispfad

Den Wanderparkplatz am Winterstein südlich von Ober-Mörlen finden Sie so

Rettungsnetz für die Wildkatze

Der BUND arbeitet seit 2004 an dem Projekt Ein Rettungsnetz für die Wildkatze.  Das Ziel: Die Wälder Deutschlands wieder miteinander zu verbinden. Durch grüne Korridore kann die Wildkatze neue Gebiete erschließen. Diese Lebensraumvernetzung hilft nicht nur der Wildkatze, sondern auch vielen weiteren Waldbewohnern wie z.B. dem Luchs. Denn wo die Wildkatze lebt, da fühlen sich auch andere Arten wohl!

Bundesregierung stuft Wald zum Rohstofflieferanten herab

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat große Zweifel daran, dass die  vom Bundeskabinett beschlossene „Waldstrategie 2020“ dem Wald in Deutschland genügend Schutz bringt. „Die Waldstrategie der Bundesregierung stuft den deutschen Wald zum Rohstofflieferanten herab“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Bei einer Umsetzung der Waldstrategie in ihrer jetzigen Form würden die biologische Vielfalt und die Bodenfruchtbarkeit nicht ausreichend geschützt. Aufs Spiel gesetzt werde auch die Rolle des Waldes als wichtiger Speicher für das Klimagift Kohlendioxid. „Ausgeräumte Forste verlieren entscheidende Funktionen im Ökosystem. Was übrig bleibt sind tote Wälder“, sagte Weiger.

 „Wird die Holzernte wie vorgesehen auf jährlich 100 Millionen Kubikmeter gesteigert, missachtet dies alle Grundsätze von Nachhaltigkeit. Das ist deshalb so erschreckend, weil das Wort von der Notwendigkeit einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen aus der Waldwirtschaft stammt. Mit der Waldstrategie der Bundesregierung wird das Lippenbekenntnis, der Wald müsse als CO2-Senke erhalten bleiben, endgültig zur Farce. Zu viel Holzeinschlag schadet dem Klima. Oberste Priorität muss deshalb die sparsame Nutzung des Rohstoffs Holz haben“, sagte der BUND-Vorsitzende. Die Übernutzung der deutschen Wälder widerspreche auch dem Ziel der Bundesregierung zum Schutz der Biodiversität in der „Waldstrategie 2020“. 

Mehr finden Sie im Internet unter http://www.bund.net/waldposition



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