Apfeldorf Wehrheim

Als im Mai 1985 die Gemeindevertretung Wehrheim einen Antrag der Gemeindevertreterin und jetzigen BUND-Vorsitzenden Almut Gwiasda einstimmig annahm, einen Feldgehölzeplan für die Gemeinde Wehrheim zu beschließen, ahnte noch niemand die Folgen für unsere Gemeinde: Schon zehn Jahre später waren die Wegränder nicht nur mit Hecken besäumt, sondern es wurden auch Alleen mit mehr als 1200 Apfelbäumen bepflanzt.

Der frühere Bürgermeister Helmut Michel hatte sich als ehemaliger Landwirt bei seinen Berufskollegen um Flächen für diese Anpflanzungen eingesetzt und sehr bewusst heimische alte Apfelsorten ausgewählt, die den eher rauen Bedingungen im Hintertaunus gewachsen sind.

Allerdings müssen Apfelbäume gepflegt werden, damit sie gleichmäßig tragen und nicht verwildern. Nach dem Heranwachsen der Bäume musste daher ein Weg für eine sinnvolle Nutzung und Pflege gefunden werden, ohne die Gemeinde Wehrheim finanziell und organisatorisch zu überfordern.

Die Pflege von Streuobstbeständen ist gleichzeitig wichtiger Artenschutz, denn es leben viele Tiere und Pflanzen in diesem besonderen Biotop! Sie alle brauchen unsere Hilfe.

Die Idee des Apfeldorfes ist inzwischen auch in den Köpfen der Wehrheimer Politiker angekommen und hat weitere Kreise gezogen. Mit der Wahl einer Apfelblütenkönigin auf dem jährlichen Apfelblütenfest, mit der Bezuschussung einer kleinen Obstpresse, die der BUND an die Wehrheimer Kindergärten und an Privatpersonen ausleihen kann, und mit der Übernahme der Mietkosten für eine mobile Apfeldörranlage hat die Gemeinde Wehrheim bekundet, dass sie die Chancen wahrnehmen will, die im Thema „Apfeldorf Wehrheim“ stecken.

Apfelweinwettbewerb

Glücklicherweise liegt Wehrheim im Frankfurter Apfelweingürtel mit seiner alten Tradition des Apfelkelterns und der Apfelweinherstellung. Diese Tradition galt es, wieder zu beleben, und dies schrieb sich der BUND fortan auf seine Fahnen. Dabei wollte der BUND keineswegs dem Alkoholismus Vorschub leisten, sondern auf attraktive Weise viele Wehrheimer dazu bringen, das Gute mit dem Nützlichen zu verbinden, denn selbstverständlich kann man aus Äpfeln auch einen leckeren Saft gewinnen.

Ein Glück für Wehrheim, dass es mit der Kelterei Wagner in Wehrheim noch die Möglichkeit gab, Äpfel am Ort zu verarbeiten! Gemeinsam mit der Kurt Wagner rief der BUND 1999 zum ersten Wehrheimer Apfelweinwettbewerb auf, der inzwischen als jährliche „Kultveranstaltung“ einen festen Platz im Wehrheimer Vereinsleben einnimmt und mit den „Apfelweinfreunden“ einen ganz speziellen Ableger des BUND etabliert hat.

Apfelwein primeur

Baumschneidekurse

Bäume, die tragen sollen, müssen auch gepflegt werden. Das theoretische und praktische Wissen dazu vermittelt der BUND seit etlichen Jahren in Baumschnitt-Kursen.

Eine Teilnahme an diesen Kursen ist auch die Voraussetzung dafür, Baumpate für alte Bäume zu werden, die zum eigenen Verbrauch geerntet werden dürfen.

Keltern in Wehrheim




Dr. Markus Bucher von der Stadt Neu-Isenburg hat die Aufstellung der verspäteten Landeanflüge des...

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